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Flussdiagramm Insolvenzanfechtung

Das folgende Flussdiagramm zeigt die Schritte, die ein Insolvenzverwalter oder Sachwalter gemäß derzeit (August 2015) gültiger Gesetzeslage durchführt, um zu prüfen, ob gegen eine Rechtshandlung die Insolvenzanfechtung möglich ist. Wegen der besseren Übersichtlichkeit werden einige Sonderfälle der Insolvenzanfechtung, u.a. Finanzsicherheit (§ 130 Abs. 1 Satz 2 InsO), nahestehende Personen (§ 133 Abs. 2), unentgeltliche Leistung (§ 134), Gesellschafterdarlehen (§ 135) und stille Gesellschaft (§ 136) nicht dargestellt.

Auch wenn die von § 130 (Kongruente Deckung),  § 131  (Inkongruente Deckung) und § 142 (Bargeschäft) erfassten Tatbestände keine Insolvenzanfechtung erlauben, ist immer noch eine Prüfung gemäß § 133 (Vorsätzliche Benachteiligung) durchzuführen. Der Zeitrahmen von 10 Jahren, die Vermutung der Kenntnis des befriedigten Gläubigers von der vorsätzlichen Benachteiligung der Insolvenzgläubiger durch den Schuldner, die Beweislast beim Anfechtungsgegner, d.h. beim befriedigten Gläubiger, sowie die ständige Rechtsprechung haben § 133 Abs 1. InsO zum scharfen Schwert werden lassen.