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Vorbereitung von ESUG-Verfahren

Ein ESUG-Verfahren will gut vorbereitet sein. Sonst ist das Scheitern vorprogrammiert. Denn längst nicht jeder Antrag auf Eigenverwaltung oder als Schutzschirmverfahren wird vom Gericht genehmigt: Bei den durch Noerr und Roland Berger im Zeitraum vom 01.03.2012 bis 21.08.2013 untersuchten 355 Anträge auf ein ESUG-Verfahren wurden lediglich 67% als Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet

Als Full Service Anbieter unterstützt bisenius. manage·consult Unternehmen bei der Vorbereitung eines ESUG-Verfahrens. Idealerweise geschieht dies frühzeitig, dann wenn noch keine Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrags besteht. Das zeitliche Minimum für die Vorbereitung eines ESUG-Verfahrens sind 2-3 Wochen vor Antragsstellung.

Im Folgenden wird die typische Reihenfolge der Hand­lungen in Eröffnungs­verfahren nach § 270a und § 270b InsO veranschaulicht:

Antragsvorbereitung und Antragsstellung

Schuldner

  • Erarbeitung eines operativen Restrukturierungskonzepts mit einem insolvenz- und sanierungserfahrenen Experten
  • Ansprache möglicher Mitglieder eines (vorläufigen) Gläubigerausschusses
  • Vorbereitung einer möglichen präsumptiven vorläufigen Gläubigerausschuss-Sitzung
  • Erstellung und Einreichung des komplexen Antrags nebst zugehöriger Verzeichnisse:
    o Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens
    o Antrag auf Eigenverwaltung
    o Bei Eröffnungsverfahren nach § 270b InsO:

+ Bescheinigung nach § 270b Abs. 1 Satz 3 Ins
+ Antrag auf vorläufige Maßnahmen nach § 21 Abs. 1 u. Abs. 2 InsO
+ Ggf. Antrag auf Einsetzung eines vorläufigen Gläubigerausschusses gem. § 22a Abs. 2 InsO
+ Antrag auf Frist zur Vorlage des Insolvenzplans (max. 3 Monate)

  • Vorschlag für die Person eines vorläufigen Sachwalters
  • Einleitung der Insolvenzvorfinanzierung

Gericht

  • Vorbesprechung Insolvenzantrag mit dem Schuldner
  • Prüfung der Anträge und der Insolvenzgründe
  • Keine Veröffentlichung

Vorläufiger Sachwalter

  • Unterzeichnung Unabhängigkeitsfragebogen
  • Vorgespräch mit dem Schuldner

Gläubiger

  • Teilnahme an der präsumtiven Gläubigerausschussversammlung
  • Unterzeichnung Einverständniserklärung zur Teilnahme am Gläubigerausschuss

Vorläufiges Insolvenzverfahren / Eröffnungsverfahren

Schuldner

  • Ausarbeitung eines Insolvenzplans (zumindest bei einem Verfahren nach § 270 b) zur Umsetzung des Sanierungskonzepts
  • Koordinierung des Insolvenzgeld bzw. der Insolvenzvorfinanzierung
  • Ansprache möglicher Mitglieder eines (vorläufigen) Gläubigerausschusses
  • Laufende Koordination der Sitzungen des vorläufigen Gläubigerausschusses

Gericht

  • Anordnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung per Beschluss
  • Bestellung des vorläufigen Sachwalters
  • Ggf. Einsetzung eines vorläufigen Gläubigerausschusses
  • Fristsetzung zur Vorlage eines Insolvenzplans bei Verfahren nach § 270b InsO

Vorläufiger Sachwalter

  • Gutachten zum Eröffnungsgrund und zur Frage der Deckung der Kosten des Verfahrens
  • Überwachung des Schuldners und Zustimmung bei bestimmten Rechtsgeschäften
  • Unterrichtungs- u. Anzeigepflichten gegenüber Gericht und ggf. vorläufigem Gläubigerausschuss

Gläubiger

  • Teilnahme und Mitwirkung an den vorläufigen Gläubigerausschusssitzungen

 


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