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Interim Management

Ein Sanierungskonzept oder Sanierungsgutachten bringt nichts ohne dessen sachgerechte und konsequente Umsetzung. Vielfach überwachen Gläubigergruppen, allen voran die Kreditinstitute, den Fortschritt und die zeitgerechte Umsetzung der vom Unternehmensberater aufgezeigten Maßnahmen. Wegen des Tagesgeschäfts ist im Unternehmen jedoch meistens nicht ausreichend Kapazität vorhanden, um den Sanierungsprozess konsequent voranzutreiben.

Zudem wird seit Inkrafttreten des „Gesetzes zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG)“ für Unternehmer – bei sorgfältiger Vorbereitung und Durchführung – die Option eines Insolvenzverfahrens als Restrukturierungsinstrument planbar. Allerdings verfügen Unternehmer meist nicht über das spezielle Know-how, das erforderlich ist, um das komplizierte Verfahren erfolgreich zu durchlaufen.

In beiden Fällen tritt ein Interim Manager als CRO (Chief Restructuring Officer) zur Unterstützung des Managements und zur Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen während eines überschaubaren Zeitraums in das Unternehmen ein. Im Gegensatz zu einem Berater wirkt der CRO in der Regel im Organ der Gesellschaft, also als Mitglied der Geschäftsleitung oder des Vorstands.

Dem Interim Manager kommt mit Blick auf die Moderation sehr unterschiedlicher Interessen von Stakeholdern, wie Gesellschaftern, Banken, Kreditversicherern, Lieferanten, Kunden, Rechtsberatern, M&A-Beratern, eine wesentliche Rolle zu. Dabei ist das Vertrauensverhältnis zwischen Unternehmer und Interim CRO von zentraler Bedeutung für den Sanierungserfolg. Besonders wichtig ist der Respekt der bisherigen unternehmerischen Leistung.

Kernpunkt der Aufgabe des CRO ist, das Unternehmen leistungswirtschaftlich auf dem richtigen Umsatz- und Kostenniveau neu aufzustellen, um von einer gestärkten Basis mit optimierten Prozessen neu zu wachsen und gegen übliche Marktschwankungen besser gewappnet zu sein. Dazu gehört selbstverständlich auch eine adäquate Finanzierungsstruktur.

Als CRO begleiten wir Unternehmer oft zwischen 12 und 18 Monaten. Da eine nachhaltige Restrukturierung in der Regel einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt, darf das Mandatsende nicht zu einem Bruch in der mittelfristigen Sanierung führen. Deshalb tritt der CRO nicht selten in den Beirat oder Aufsichtsrat des Unternehmens ein, um diesem weiterhin mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.


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